Wahlprogramm
Familien
Kinder sind ein grosses Geschenk
Familien mit Kindern und Jugendlichen in Ausbildung sind durch Steuererleichterungen, durch Entlastung von Gebühren für Schule und Ausbildung und von zu hoher finanzieller Beteiligung an den Kosten der familienergänzenden Betreuung zu entlasten
Unter den SP-Staatsräten Bodenmann und Burgener wurden im Wallis die Kinderzulagen zwei Mal erhöht. Das Wallis kennt schweizweit die höchsten Zulagen für Kinder und Jugendliche in Ausbildung. Diese Spitzenposition müssen wir behalten.
Zehn Prozent aller Kinder und jungen Menschen wachsen in der Schweiz in Armut auf. Für die von Armut betroffenen Familien sind Ergänzungsleistungen einzuführen. Wie das Tessin solche auch schon kennt.
Ältere Menschen
Wir alle wollen in Würde den Lebensabend verbringen können
Dem zunehmenden Bedarf an Alters- und Pflegebetten hat der Kanton in den vergangenen Jahren laufend Rechnung getragen. Diese Politik, wie sie Staatsrat Burgener mit den Partnern in den Gemeinden in den letzten 10 Jahren umgesetzt hat, ist fortzuführen. Namentlich pflegebedürftigen älteren Menschen muss eine qualitativ gute Betreuung zu tragbaren Kosten in Alters- und Pflegeheimen angeboten werden.
Der Erhalt der Selbständigkeit sowie die Betreuung zu Hause ist zu fördern. Durch den Aufbau von betreuten Wohnformen und der Förderung von Spitex muss die Betreuung älterer Menschen ausserhalb der Institutionen gefördert werden.
Gesundheit
Die Gesundheit ist ein kostbares Gut
Die von der SP geprägte und umgesetzte kantonale Gesundheits- und Spitalreform ist weiterzuführen. Im Jahre 2012 fallen die kantonalen Grenzen im Spitalbereich. Das Spital Wallis (GNW) muss sich qualitativ und strukturell gut organisieren, damit die Walliserinnen und Walliser auch künftig eine sehr gute medizinische Grundversorgung vor Ort haben.
Bildung
Für Zufriedenheit und gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Die anstehenden Reformprojekte der obligatorischen Schulen sind zügig voranzutreiben.
Die Ausbildungsbetriebe sind zu stärken und eine Berufslehre muss für alle jungen Menschen im Wallis möglich und attraktiv sein.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Moderne Strukturen für Familien
Die Gleichstellung von Frau und Mann ist im Wallis im letzten Jahrzehnt in den Bereichen Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfreulicherweise immer mehr umgesetzt worden.
Es erfüllt mich mit Zufriedenheit, dass das Engagement aus meiner Zeit als Grossrätin für dieses Anliegen Früchte trägt.
Den Ausbau der familienergänzenden Strukturen wie Krippen, Tageseltern-Strukturen, Mittagstische, ist fortzuführen und entsprechend den Bedürfnissen der Familien anzupassen.
Prioritäten in der Gleichstellung
Gleichstellung erfordert Engagement
Die Gleichstellungspolitik soll konsequent vorangetrieben werden, wie die Ernennung von Frauen in verantwortungsvollen Führungspositionen und die höhere Entlöhnung in den untersten Lohnklassen, in denen vorwiegend Frauen arbeiten.
Bei beiden kann der Staat eine Vorreiterrolle einnehmen, indem er die tiefen Frauenlöhne anhebt sowie Frauen gezielt in Führungs- und Leitungsfunktionen ernennt.
Wasserkraft
Die saubere Energie, auf die wir alle stolz sind
In den kommenden Jahren fallen die ersten Wasserkraftwerk-Konzessionen an die Gemeinden zurück. Es braucht beim Kanton und bei den Gemeinden den politischen Willen, diesen voll geltend zu machen. Nur so kommt der Reichtum Wasserkraft wieder in unsere Hände. Der Kanton muss im Hinblick auf den Heimfall die Initiative ergreifen und zusammen mit den Gemeinden Strategien erarbeiten, um den Heimfall geltend machen zu können. So wie das der Staatsrat in seinem Energiepapier vorsieht.
Die Gewinne aus unseren Kraftwerken sollen bei uns, in Gemeinden und Kanton, voll besteuert werden. Gutes Geld für saubere Energie.
Erneuerbare Energien
Investitionen, die sich auszahlen
Der Kanton Wallis ist aufgrund der Wasserkraft, der Windkraft und der Sonneneinstrahlung prädestiniert, auf die Karte erneuerbare Energien zu setzen. Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) hat schweizweit und auch bei uns viele Projekte lanciert. Der Kanton muss diese aktiv begleiten. Bewilligungsverfahren müssen beschleunigt über die Bühne gehen unter Berücksichtigung der Umweltaspekte. Und der Staatsrat muss dafür sorgen, dass die Produktionsanlagen in einheimischer Hand bleiben. Einen Ausverkauf darf es nicht geben.
Energieeffizienz
Ein sinnvolles Ankurbelungsprogramm
Nebst dem Umstieg auf erneuerbare Energien braucht es Anstrengungen zur Reduktion des Energieverbrauchs. Der Bund hat für die energetische Sanierung von Gebäuden im Dezember 2008 seine Mittel von 16 auf auf 100 Millionen Franken aufgestockt. Die Kantone müssen nun nachziehen und mit dem Bund ein gutes Programm auf die Beine stellen und so energetische Sanierungen massgeblich beeinflussen.
Wirtschaft und Tourismus
Umsteigen bitte
Die Eröffnung des NEAT-Basistunnels hat massive Steigerungen des Tagestourismus wie auch der Pendlerfrequenzen mit sich gebracht. Damit dieser ökologisch sinnvolle Umstieg auf den öffentlichen Verkehr langfristig anhält, ist dieser auch innerhalb des Kantons auszubauen, indem sich Gemeinden und Kanton verstärkt beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs engagieren. Die Regierung muss sich konsequent als bis jetzt für den Vollausbau des Lötschbergtunnels einsetzen.
Kultur
Walliser Kulturschaffen – eine echte Bereicherung
Das vielfältige Kulturschaffen in unserem Kanton verdient Anerkennung und Unterstützung. Zunehmend stellen Kulturprojekte mit regionaler und überregionaler Auswirkung einen attraktiven Tourismusfaktor dar. Das Kulturschaffen mit touristischer Auswirkung gilt es daher vermehrt beratend und finanziell zu fördern.
Landschaft
Was gut ist, soll auch gut bleiben
Eine intakte Landschaft stellt die wichtigste Voraussetzung für einen attraktiven und nachhaltigen Tourismus dar. Innovative Tourismusprojekte im Einklang mit der Natur sind zu fördern, ebenso die Produktion und Vermarktung von qualitativ hochstehenden einheimischen Produkten, im Besonderen biologisch produzierten Nahrungsmittel.
Konjunktur
Arbeitsplätze sichern hat erste Priorität
Die Anzeichen der Wirtschaftskrise sind auch im Wallis ernst zu nehmen. Investitionen in die zukunftsgerichteten erneuerbaren Energien, wie Wasser-, Wind- und Sonnenenergie, schaffen langfristig gesicherte Arbeitsplätze und tragen zum Klimaschutz bei.




